Ostblock und Eiserner Vorhang
Die militärische Niederschlagung des Ungarn-Aufstands provoziert heftige Proteste von Jugendlichen...
Drei Schweigeminuten für Ungarn
Dauer: [03'00''] RSIAm Dienstag, dem 20. November 1956, legte die Schweiz für drei Minuten die Arbeit nieder. Die drei...
Panzerabwehrkurse für Freiwillige
Der Schweizerische Unteroffiziersverband bietet 1957 angesichts der vorherrschenden Angst vor einem...
10 Jahre nach dem Einmarsch russischer Truppen in Ungarn 1956 lässt Continents sans visa ehemalige...
Demonstration gegen sowjetischen Einmarsch in die Tschechoslowakei
Im Sommer 1968 demonstrieren Hunderte von Berner Gymnasiastinnen und Gymnasiasten vor der...
«Die Sowjets und ihre unterwürfigen Verbündeten des Warschauer Pakts»
Dauer: [04'31''] RSR: Miroir du mondeAnklagender Kommentar von René Payot von Radio Suisse Romande (RSR) zum Einmarsch der Truppen des...
«Zivilverteidigung», das helvetische Rote Büchlein
1969 wird das vom Generalstabsoffizier Albert Bachmann verfasste Zivilverteidigungsbuch allen...
Kalter Krieg auf Schweizer Autobahnen
Im Zeichen des Kalten Kriegs hat der Autobahnbau auch militärischen Zwecken zu folgen. So werden...
Bilanz nach einem Jahr Terrorkrieg
In seiner Bilanz zur schweizerischen Terrorabwehr erwähnt Gustav Däniker jun. (1928–2000),...
Im Rahmen des sowjetisch-amerikansichen Gipfels zur Abrüstung nuklearer Waffen im November 1985...
Kurioses geschah in Lugano: am Tag nach dem Mauerfall in Berlin konnte man sogar im Tessin...
Kontext
Der Kalte Krieg, der Europa und die Weltpolitik ab 1946 prägt und mit dem Zerfall des Ostblocks 1985-1991 endet, hat auch in der Schweiz in zahlreichen Bereichen Spuren hinterlassen.
Aussenpolitisch bemüht sich die offizielle Schweiz, ihre Neutralitätsposition strikte einzuhalten und den Supermächten keine Angriffsflächen für Kritik oder Ansprüche zu bieten. Völkerrechtlich plädiert der Bundesrat für die Universalität der diplomatischen Beziehungen.
In diesem Sinne werden bereits 1946 die diplomatischen Beziehungen mit der UdSSR und 1950 Beziehungen mit der Volksrepublik China aufgenommen. Ideologisch, wirtschaftlich, geografisch und staatspolitisch zählt die Schweiz sich aber eindeutig zum Westen.
Innenpolitisch lösen der kommunistische Umsturz in Prag 1948, die Niederschlagung der Volksaufstände in Ungarn 1956 sowie des «Prager Frühlings» 1968 durch Truppen des Warschauer Pakts eine tiefempfundene Sympathiewelle und grosse Solidaritätsaktionen für die zahlreichen Flüchtlinge aus. Die Bereitschaft zur Aufnahme der Verfolgten ist in allen Bevölkerungsschichten gross, im Gegensatz zur Zeit während der Balkankriege in den 1990er Jahren.
Die Bedrohung durch den kommunistischen Machtanspruch führt zu einer Neulancierung der wirtschaftlichen Landesverteidigung und zum Aufbau des Zivilschutzes. Sicherheitspolitisch verfolgt der Bund das Ziel, die bewaffnete Neutralität durch eine starke Armee glaubwürdig zu erhalten.
Innenpolitisch schiessen Staatsschutzmassnahmen, die zur Bekämpfung der ideologischen Unterwanderung ergriffen werden, über das Ziel hinaus – Ende der 1980er Jahre wird enthüllt, dass die Bundesbehörden während des Kalten Krieges über 700'000 Fichen angelegt haben.




