AIDS
AIDS: das Virus verbreitet sich auch bei uns
Eine Studie zeigt auf, dass sich das Hi-Virus auch im Tessin verbreitet. Um dies zu...
AIDS in der Schweiz: eine Betroffene berichtet
1987 leben rund 1'500 HIV-Infizierte im Tessin, darunter auch «Anna», eine ehemalige...
Beitrag zur Lancierung der ersten «STOP AIDS» Kampagne in der Schweiz: Die AIDS-Hilfe Schweiz und...
AIDS-Tote: Krematorium erreicht Kapazitätsgrenze
Erschreckende Zahlen, hinter welchen tragische Schicksale stehen: Die Behörden rechnen...
Aufgrund der starken Polizeipräsenz zur Eindämmung der offenen Drogenszene weichen Süchtige öfters...
Beunruhigende AIDS-Zahlen in der Schweiz
1989 weist die Schweiz in Europa den höchsten Anteil an AIDS-Infizierten im Verhältnis zur...
Kampagne STOP AIDS zeigt Wirkung
Bericht über erste nachweisbare Erfolge der nationalen Präventionskampgange: 70% aller...
Derib, der Schweizer Comiczeichner von europäischem Rang und Schöpfer der Yakari-Hefte, publiziert...
Auf der Suche nach einem Impfstoff
Die Schweiz nimmt zum ersten Mal an einem europäischen Forschungsprojekt zur Entwicklung eines...
Missverstandene und falsch interpretierte medizinische Erfolge in der Hinauszögerung von AIDS lösen...
Missverstandene und falsch interpretierte medizinische Erfolge in der Hinauszögerung von AIDS lösen...
Kontext
1982 wird in der Schweiz erstmals über eine mysteriöse Krankheit aus den USA berichtet. «AIDS» (Acquired Immune Deficiency Syndrome = erworbenes Immundefekt Syndrom), von der Weltgesundheits-
organisation WHO seit dem 1. Dezember 1981 als eigenständige Krankheit anerkannt, beschäftigt die breite Öffentlichkeit zu Beginn wenig, solange vor allem homosexuelle Männer betroffen sind – dies ändert sich mit dem starken Zuwachs der Krankheitsfälle auch in anderen Bevölkerungsgruppen rasch.
Die Übertragbarkeit des AIDS verursachenden HI-Virus von Müttern auf ihre Kinder, durch Bluttransfusionen oder die Ausbreitung in der Drogenszene durch die mehrfache Verwendung von Spritzen stellen die Gesundheitsbehörden vor neue Herausforderungen. Menschen, die von HIV/AIDS betroffen sind, brauchen umfassende Behandlung, Pflege und Unterstützung.
Dringend nötige Informationen über die genauen Ursachen und Folgen einer Ansteckung gehen einher mit ersten Präventionskampagnen. Die 1987 eingeleitete Kampagne «STOP AIDS» richtet die Botschaft hauptsächlich auf das einzige einfach wirksame Schutzmittel: das Kondom. Die jahrelange Arbeit zahlt sich aus, heute kennen 90% der Bevölkerung in der Schweiz das entsprechende Logo.
Die Zahl der Ansteckungen mit dem HI-Virus nimmt zwischen 1986 und 1996 stark zu. In wirtschaftlich angespannten Zeiten sinkt die Bereitschaft zur Solidarität mit Risikogruppen, Infizierte sind gerade am Arbeitsplatz Vorurteilen und Diskriminierungen ausgesetzt. Ende Dezember 1996 sind seit dem Auftreten von AIDS in der Schweiz 5'535 Personen als Träger des HI-Virus registriert, über 4'000 davon sind zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben.
Erst nach 1996 nimmt die Zahl der Neuinfizierten in der Schweiz ab. Gleichzeitig führen die Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden zu markanten Fortschritten in der Therapie. Dieser Erfolg bewirkt leider eine Zunahme des Risikoverhaltens, weil Aktualität und Bedrohlichkeit von HIV/AIDS abnehmen. Heute werden in der Schweiz jeden Tag zwei Personen HIV-Positiv diagnostiziert.
Die WHO schätzt die Anzahl der jährlichen Neuinfektionen auf 4,1 Millionen. Ende 2005 sind weltweit bereits über 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert – dies entspricht 1% der 15 bis 49-Jährigen, wobei dieser Wert in einzelnen afrikanischen Staaten bis 20% beträgt. In Afrika, Asien und Lateinamerika verfügen nur wenige Staaten über die Mittel für ein umfassendes AIDS-Bekämpfungsprogramm und weite Teile der Bevölkerung haben noch keinen Zugang zu modernen Behandlungsmethoden.




