Die Landesausstellungen
Eröffnungszeremonie der Landi 1939
Akustische Blütenlese der feierlichsten Augenblicke anlässlich der Eröffnungszeremonie zur fünften...
Hans Hofmann, Chefarchitekt der Landi
Der Zürcher Architekt äussert sich zur Konstruktion des Höhenwegs, einer der beliebtesten...
Landi 39: Der 8-millionste Besucher
Am 13. September 1939, neun Tage nach der Generalmobilmachung, empfängt die Landesausstellung in...
Am 30. April 1964 eröffnet Bundespräsident Ludwig von Moos die Landesausstellung in Lausanne....
Ein neues Medium, der Film, wird erstmals an der Expo von 1964 in offensiver und kritischer Weise...
Unter der Bezeichnung «wehrhafte Schweiz» erlangt der Pavillon der Schweizer Armee an der Expo 64...
Entworfen von Auguste Piccard, gebaut von seinem Sohn Jacques, ist das Untersee-Boot «Mesoscaphe»...
Die Expo 64 in Lausanne schliesst am 25. Oktober 1964 ihre Tore. Trotz zahlreicher kritischer...
Die Landesausstellungen sollen dem nationalen Zusammenhalt dienen und dem kulturellen und...
Die Expo.01 ist tot – es lebe die Expo.02
Nach mehreren Monaten Streit und Krise innerhalb der Direktion der Expo.01 interveniert der...
Genug ist genug, sagt die CVP. Nach der SVP und den Grünen will nun auch die Mittepartei der...
Die Mythologie im Herzen des Schauspiels
Ausgewählte Sequenzen des Eröffnungsschauspiels zur Expo.02, einer Kreation des Regisseurs François...
2300 geladene Gäste, darunter der Bundesrat «in corpore», nehmen an der Eröffnungszeremonie zur...
Schnappschuss der Arteplage Biel
Die Arteplage in Biel umfasste 12 Ausstellungen, die jede in ihrer Art und Weise die Thematik...
Schnappschuss der Arteplage Murten
Wie Magnete ziehen die rostigen Blechplatten des Monoliths von Murten das Publikum der Freiburger...
Schnappschuss der Arteplage Neuenburg
Der rote Faden, der sich durch alle Projekte auf der Arteplage in Neuenburg zieht, heisst «Natur...
Schnappschuss der Arteplage Yverdon
Die der Thematik «Ich und das Universum» gewidmete Arteplage von Yverdon könnte ebenso als...
181'000 Personen nutzen den letzten Öffnungstag der Landesausstellung, um den Arteplages noch einen...
Grosserfolg der Versteigerung, an der einen Monat nach der Schliessung der Landesausstellung eine...
Kontext
Die Schweizerischen Landesausstellungen sind gleichzeitig Abbild der Zeitgeschichte, Leistungs- und Produkteschau, in bestimmten Bereichen zunehmend auch Problempräsentation. Im Radio- und Fernsehzeitalter finden 3 Schweizerische Landessaustellungen statt die entsprechend medial begleitet werden:
An der «Landi» 1939 in Zürich, während der der 2. Weltkrieg ausbricht, liegt der Fokus auf dem ideellen Aspekt der geistigen Landesverteidigung und dem Bedürfnis nach Demonstration der kulturellen Eigenständigkeit. Die Präsentation der wirtschaftlichen Innovationskraft der modernen Schweiz kontrastiert mit der Inszenierung von Traditionen, etwa im legendären «Dörfli».
In der stärker zukunftsorientierten Expo 1964 in Lausanne treten traditionelle Elemente in den Hintergrund. An dieser fünften Landesausstellung wird die Wehrbereitschaft in Anspielung auf die strategische Lage der Schweiz mit einem eindrücklichen Beton-Igel und mit einem Film manifestiert, der die Mythen der Aktivdienstgeneration mit der Darstellung zeitgenössischer Militärtechnik kombiniert. Die Expo 64 stellt jedoch auch ein modernes und offenes Land vor, das sich über seine traditionellen Werte Gedanken macht und diese den jüngsten Entwicklungen der Konsumgesellschaft gegenüberstellt. Bereits die Expo 64 sieht sich den verschiedensten Erwartungen ausgesetzt. Den einen ist sie zu traditionell oder zu affirmativ, den anderen zu futuristisch oder zu kritisch.
Kontroversen prägen die Vorbereitung der sechsten Landesausstellung, die gemäss der traditionellen Kadenz 1989 stattfinden soll. Sie wird aber wegen dem zwei Jahre später zu feiernden 700-Jahr Jubiläum der Eigenossenschaft verschoben. Das überarbeitete Projekt, welches sechs Standorte in der Innerschweiz als Ausstellungsorte vorsieht, scheitert in Luzern, Ob- und Nidwalden in Volksabstimmungen. Nachdem sich ein Tessiner Vorschlag für 1998 als nicht realisierbar erwiesen hat, bewerben sich für eine «Expo 2001» drei Konkurrenzprojekte.
Das «Drei-Seen-Projekt» unter dem Motto «Die Zeit oder die Schweiz in Bewegung» erhält den Zuschlag. In der auf das Jahr 2002 verschobenen Ausstellung wird auf Plattformen, sogenannten «Arteplages», die im Neuenburger-, Bieler- und Murtensee errichtet werden, eine offene Schweiz präsentiert. Die Expo02 spricht, nicht zuletzt wegen ihres auf unverbindliche Symbolik und individuelles Erlebnis setzenden Ausstellungsverständnisses und der Architektur breite Schichten der Bevölkerung an und kann über 10 Millionen Eintritte verzeichnen. Gleichzeitig wird die Expo02 wegen der organisatorischen Mängel, dem Scheitern des unrealistischen Sponsoring-Konzepts und den daraus folgenden massiven Kreditüberschreitungen auch heftig kritisiert.




