Der Bau der Autobahnen
Die erste Autobahn in der Romandie
Mit der riesigen Baustelle der Autobahn A1 zwischen Genf und Lausanne tritt die Schweiz in das...
Eröffnung des ersten Autobahnteilstücks der N1 am Grauholz
Anlässlich der Eröffnung der Grauholzautobahn an einem Regentag im Mai 1962 nennt Bundesrat Hans...
Freie Fahrt durch den Grossen St. Bernhard!
Als «epochemachendes Ereignis für ganz Europa» bezeichnet der Kommentator die Eröffnung des...
«Carrefour» präsentiert das Modell der Autobahn A9, die den Kanton Waadt künftig mit dem Wallis...
Diese Ausgabe der bekannten Sendung «balcun tort» zeigt in heute ungewohnt langen Bildeinstellungen...
Autobahnfahren will gelernt sein
Der Bau der Autobahnen hat auch neue Verhaltensregeln im Verkehr zur Folge. Wie schnell darf man...
Autobahn durch die Bundesstadt
Damit sich die auf der N6 von Thun her kommenden Automobilisten nicht durch den Berner Stadtverkehr...
Kalter Krieg auf Schweizer Autobahnen
Im Zeichen des Kalten Kriegs hat der Autobahnbau auch militärischen Zwecken zu folgen. So werden...
Weil er dem Verlauf der Autobahn A2 im Weg steht, wird ein Basler Wohnblock in einer spektakulären...
Einsprachen gegen die N1 in der Romandie
Verschiedene Heimat- und Naturschutzorganisationen wehren sich gegen die geplante Linienführung der...
Leben hinter Lärmschutzwänden
Mit Lärmschutzwänden wird versucht, die Immissionen der Stadtautobahnen gering zu halten. Anwohner,...
Die grosse Röhre: Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels
Anlässlich der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels sendet das Schweizer Fernsehen am 5....
Ausland verärgert über Einführung der Schweizer Autobahnvignette
Volk und Stände stimmen im Februar 1984 der Einführung einer Autobahnvignette zu. Zum Preis von Fr....
Kontext
Nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht der gesteigerte Wohlstand immer weiteren Kreisen den Kauf eines Autos. Die Bewältigung des Strassenverkehrs wird zu einem Problem, immer lauter wird der Ruf nach Autobahnen.
Das Bundesgesetz über den Nationalstrassenbau von 1960 legt dann das künftige Strassennetz fest und überträgt dem Bund die Kompetenzen zum Bau von Strassen mit nationaler Bedeutung – von Nationalstrassen also.
Als erstes Teilstück der N1 wird im Mai 1962 die Berner Grauholzautobahn eröffnet. Die 1963 dem Verkehr übergebene Autobahn zwischen Genf und Lausanne, auch Teil der N1, wird pünktlich auf die Eröffnung der Landesausstellung in Lausanne fertig gestellt. Schon ab Mai 1967 ist dann die Strecke zwischen Bern und Lenzburg durch die Autobahn N1 erschlossen.
Planer und Bevölkerung unterschätzen die Zunahme vor allem des Lastwagenverkehrs massiv. So werden manchenorts unmittelbar an die Autobahn Wohnblöcke gebaut und Expressstrassen führen durch Dörfer und Städte – ursprünglich oft auf Wunsch der Behörden, die so auf Kosten des Bundes eine bessere Erschliessung der Gegend zu erreichen hoffen.
Die 1970er-Jahre sind geprägt von der Opposition gegen den Autobahnbau. Manche Strassenbauten, zum Beispiel die Durchquerung von Faido oder, mit besonders originellen Aktionen, die geplante Autobahn durch das Knonauer Amt, können – zumindest vorübergehend – verhindert werden.
In den frühen 1980-er Jahren werden die Ost-West und die Nord-Süd-Verbindungen vollendet. Ein besonderer Höhepunkt bildet die Einweihung des Gotthard-Strassentunnels im September 1980. In seiner Rede bemerkt Bundesrat Hans Hürlimann übrigens, dass dieser Tunnel nicht als Korridor für den Schwerverkehr gedacht sei. Die Realität sieht jedoch schon kurz nach Eröffnung des Tunnels anders aus.
Heute besitzt die Schweiz das am dichtesten ausgebaute Autobahnnetz der Welt. Trotzdem gehören Staus an den neuralgischen Stellen zum alltäglichen Strassenbild: Die Autobahnen sind Opfer ihres Erfolgs geworden.




