Raumplanung
Der Plan Wahlen sieht für die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung während des Zweiten Weltkriegs...
Baden (AG): 50-Jahr-Jubiläum Brown Boveri (BBC)
In den letzten drei Jahrzehnten sind in der Schweiz zahlreiche Industrieareale an teilweise...
Eingriffe in das Landschafts- und Ortsbild rufen früh Widerstand hervor. 1905 wird der Schweizer...
Bereits früh geraten Kraftwerk-Projekte mit dem Landschaftsschutz in Konflikt. In den 1940er Jahren...
Das Gebiet der Linthebene wird mehrfach von schweren Hochwassern heimgesucht – zuletzt 2005. Um die...
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzt eine verstärkte Zuwanderung in die Städte ein. Wohnraum...
Hochwasser zerstört in der Schweiz regelmässig Siedlungen, Industrieanlagen und...
Die Wohnungsnot nimmt in vielen Schweizer Städten nach dem Zweiten Weltkrieg rasant zu. Um...
Im Winter 1951 sterben 91 Menschen bei Lawinenniedergängen –zahlreiche Häuser, Anlagen und...
Mit der Schneeschmelze nach dem Lawinenwinter 1951 folgen im Tessin und in Graubünden Hochwasser....
Das Calancatal ist in den 1950er Jahren von harter Arbeit und Armut geprägt. Naturgefahren suchen...
Nach dem Krieg sucht man Bequemlichkeit statt Tradition. Um Neubauten Platz zu machen, wollen...
Nach dem Lawinenwinter von 1951 beginnt man in den 1950er Jahren mit der Errichtung von...
Anfang der 1960er Jahre wird die Wohnsiedlung Halen in einer stadtnahen Waldlichtung bei Bern...
Das starke Siedlungswachstum nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs führt in den 1960er Jahren zu...
Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte im Tessin eine Gewässerkorrektion, und die Magadinoebene konnte...
Von 1954 bis 1959 erfolgt die Nationalstrassenplanung. 1963 wird das erste Teilstück eröffnet: die...
«Kleinode schweizerischer Landschaft» geraten in den 1960er Jahren zunehmend in den Sog von...
Die Ursache für die Typhusepidemie von 1963 in Zermatt ist verunreinigtes Trinkwasser. Als Folge...
Der seit Ende der 1940er Jahre bestehende Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum führt auch in der...
Von 1954 bis 1959 erfolgt in der Schweiz die Nationalstrassenplanung – im internationalen Vergleich...
Die Dorflandschaft als Lebensbild der Geborgenheit verschwindet, die Städte wachsen ins Uferlose,...
Zwischen 1962 und 1973 wird die zweite Juragewässerkorrektion vorgenommen, um den immer wieder...
Die Wohnungsnot der 1960er Jahre ist ein Thema, das mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet wird und...
Die Einweihung des Autobahnstücks zwischen Lausanne und Genf erfolgt pünktlich zur Expo 64. Das...
Der Bau des Nationalstrassennetzes erfolgt schwergewichtig zwischen 1965 und 1975. Die Realisierung...
Anfang der 1960er Jahre soll in Adliswil eine grössere Überbauung entstehen – ein Wettbewerb wird...
Mit dem Beginn des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg setzen eine rasante bauliche...
Die in den 1960er Jahren herrschende Wohnungsnot lässt neue Bauweisen entstehen. Es werden...
Der Nationalstrassenbau muss zahlreiche topographische Hindernisse überwinden. Es kommen...
In den 1960er Jahren dringt die rasante Entwicklung Zürichs in die im Limmattal gelegene Gemeinde...
Lausannes neues Quartier «Flon»
Um Lausanne vom zunehmenden Autoverkehr zu entlasten, wird die Neugestaltung des ehemaligen...
1963 kauft Shell Land in Cressier (NE) und beginnt 1964 mit dem Bau einer grossen Raffinerie. Diese...
Das Blenio-Tal zeigt exemplarisch die Probleme der Berggebiete in der Nachkriegszeit: Die Dörfer...
Der Nationalstrassenbau steht ganz im Zeichen des Fortschritts: Die Schweiz realisiert ein neues...
Steigende Abfallberge Seit den 1950er Jahren sind die Schweizer Gemeinden vor Probleme mit der Ver-...
Anlässlich der Tagung der «Vereinigung Landesplanung Schweiz» (VLP-ASPAN) wird die Frage...
Zahlreiche Einkäufe erledigen wir heute mithilfe des Internets. Einen Vorläufer – das Teleshopping...
In den 1960er Jahren herrscht Wohnungsnot. Die Zuwanderung vom Land in die Stadt, die Zunahme von...
Umplatzierung eines Wohnhauses
Der Bau der A2 mit Anschluss an Deutschland führt in Basel durch die nördlichen Stadtquartiere –...
Bundesrat Furgler spricht über die Bedeutung der eben veröffentlichten dringlichen Massnahmen auf...
Das Grosse Moos wird seit den Juragewässerkorrektionen intensiv landwirtschaftlich genutzt. Als...
Die Verfasser dieser Reportage stellen Grundbesitzern der Gemeinde Savièse nahe Sion im Kanton...
Anfang der 1960er Jahre setzt eine markante Bevölkerungsabwanderung aus der Stadt Zürich ein, die...
1965 beabsichtigt ein Baukonsortium, das Dorf Surlej in der Oberengadiner Seenlandschaft zu einer...
Der steigende Wohlstand, der im Zuge des Wirtschaftswunders entstand, hält bis zum Ölschock von...
Der Beitrag über das Wiggertal gibt Einblick in die Arbeit der Regionalplanungen vor Einführung des...
Der Gotthard ist mehrfach Schauplatz grosser Tunnelbauprojekte: Der Bau des Gotthard-Bahntunnels,...
Gespräch mit Nationalrat Leo Schürmann
Nationalratsdebatte zum Raumplanungsgesetz, Gespräch mit Nationalrat Leo Schürmann vom 30.1.1974
Nationalrat Fischer zählt die Argumente der Gegener auf: Eigentumsbeschränkung und ...
In den 1950er und 1960er Jahren verändert sich das Gesicht der Landschaft und der Städte in der...
Seit den 1950er Jahren beschäftigt man sich in der Schweiz mit der Strategie der «dezentralen...
Nach dem zweiten Weltkrieg kommen im Zuge des Wirtschafts- und Städtewachstums immer mehr Dörfer...
Bundesrat Furgler plädiert in seiner Rede für eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit von privaten...
Am 13. Juni 1976 erfolgt die Volksabstimmung über den ersten Entwurf eines Bundesgesetzes über die...
Die Ausstrahlung dieser Sendung erfolgt eine knappe Woche vor der Abstimmung über die...
1976 wird der erste Entwurf eines Bundesgesetzes über die Raumplanung vom Volk abgelehnt. Der...
Kontext
Die Raumplanung war nie eine Massenbewegung «von unten», sondern formierte sich in den 1930er Jahren als kulturpolitische Bewegung der Elite, die für den Schutz der Heimat plädierte und in der Folge zu einem Teil der «Geistigen Landesverteidigung» wurde. Armin Meili, Direktor der Landi 39 und Pionier der Schweizerischen Raumplanung, forderte 1941, die weitere «Verhüselung» der Landschaft zu verhindern, «die Schönheit unserer Heimat» zu erhalten und die künftige Entwicklung des Landes so zu gestalten, dass sie «dem Wohlergehen des einzelnen Menschen bestmöglich Rechnung trägt».
Die 1950er Jahre brachten der Schweiz Wirtschaftswachstum und Konsum, aber nicht zuletzt auch die Umweltproblematik. Denn in keinem Jahrzehnt davor veränderte sich die natürliche Umwelt so tiefgreifend – etwa durch das Wachstum der Industrie, die Intensivierung der Landwirtschaft, die Motorisierung des Individualverkehrs und den Wandel der Lebensformen. Zwischen 1950 und 1970 wuchs die Bevölkerung der Schweiz von 4,7 auf 6,3 Millionen, und die überbaute Fläche verdoppelte sich. Kritische Auseinandersetzungen mit den Folgen des Wachstums waren in den 1950er Jahren die Ausnahme. Von 1954 bis 1959 wurden die Nationalstrassen geplant – deren Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung wurden jedoch kaum thematisiert. Lediglich der Lawinenwinter von 1951/52 bewirkte eine Sensibilisierung für Naturgefahren. In den 1960er Jahren wurde das übermächtige «Vorwärts!», das die unmittelbare Nachkriegszeit geprägt hatte, von einem «Wohin?» abgelöst: Zersiedelung, Umweltzerstörung und Bodenpreisexplosion prägten die Diskussionen, sodass die Schmerzgrenze bald einmal bei allen Bevölkerungsgruppen erreicht war. Spätestens als aus dem Wasserhahn verschmutztes Wasser rann und selbst auf den entlegensten Waldlichtungen Häuser entstanden, wurde den Bürgern bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. Der «planlosen Bauerei» sollte Einhalt geboten werden.
Das Jahr 1963 markierte einen Wendepunkt: Im März wurde die Typhusepidemie in Zermatt zu einem umweltpolitischen Schlüsselereignis. Im Juli reichten die SP und der Gewerkschaftsbund zusammen das «Volksbegehren gegen die Bodenspekulation» ein. Die Initiative verlangte, dass der Bund «unter Mitwirkung der Kantone Massnahmen zur Verhinderung einer ungerechtfertigten Steigerung der Grundstückpreise, zur Verhütung von Wohnungsnot und zur Förderung einer der Volksgesundheit und der schweizerischen Volkswirtschaft dienenden Landes-, Regional- und Ortsplanung» treffe. 1967 wurde die Initiative abgelehnt. Aber ein immer grösserer Kreis von Führungspersönlichkeiten erkannte die Gefahren der «planlosen» Besiedelung und setzte sich für die Landesplanung ein. Die Politik näherte sich der Raumplanung als staatspolitischer Aufgabe zögerlich aber stetig an, auf Bundesebene ausgehend von der Wohnbauförderung. Ziel war es, möglichst rasch genügend Wohnungen von guter Qualität am richtigen Ort zu erstellen. 1969 wurde der Verfassungsartikel über die Raumplanung vom Volk angenommen. Zur vollständigen Institutionalisierung fehlte nun noch ein Bundesgesetz über die Raumplanung.
Die Ausdehnung der Siedlungsfläche schritt munter fort, wenn auch etwas abgeschwächt vom Ölschock 1973. Es war deshalb ein Akt von politischer Weitsicht, dass der Bundesrat 1972 den Bundesbeschluss über dringliche Massnahmen auf dem Gebiet der Raumplanung erliess. Mit ihm wurde – wenn auch nur durch notrechtlichen Erlass und für einen Teilbereich – erstmals Raumplanungsrecht des Bundes verwirklicht. Im Fokus standen gefährdete Landschaften. Der Bundesbeschluss schuf die Grundlage für die Bestimmung grosser Schutzgebiete durch die Kantone. Wie nötig diese Weitsicht war, zeigte sich, als das Volk 1976 die Vorlage für das Raumplanungsgesetz ablehnte. Erst die zweite Vorlage von 1979 wurde angenommen. Seit 1980 trennt das Raumplanungsgesetz Siedlungsgebiet von Nichtsiedlungsgebiet und stellt Bund, Kantonen und Gemeinden ein Instrumentarium zur Verfügung, das eine geordnete Besiedlung und einen haushälterischen Umgang mit dem Boden erlaubt.
Gegenwärtig wird an einer Teilrevision des Raumplanungsgesetzes gearbeitet. Ziel der Revision ist es unter anderem, auf die Schaffung von kompakten Siedlungen zu reagieren und brachliegende oder ungenügend genutzte Flächen innerhalb der bestehenden Bauzonen besser zu nutzen – all dies um einem weiteren Hinauswachsen der Siedlungen in die Landschaft entgegenzuwirken.




