Miss und Mister Schweiz Wahlen
Miss Europa 1949: Die Schweiz auf dem Podest
Ein «bildhaftes» Radiointerview mit Fräulein Noëlle Stern, Miss Schweiz 1949, die an den Miss...
Die nationale Misswahl findet in Les Diablerets im Kanton Waadt statt. Erst- und Zweitplatzierte...
Wer ist die Schönste im ganzen Land?
Dieser Beitrag schildert in leicht ironischem Unterton die Miss Schweiz Wahl von 1968. Als «nette...
Das «Rennen um die unemanzipierteste Frau» der Schweiz
Kein gutes Haar an den Veranstaltungen, den Teilnehmerinnen und dem Organisator von regionalen und...
Miss Schweiz 1984: Silvia Affolter
Ausschnitte aus dem Jahr 1984 zeigen harmonische Miss Schweiz Wahlen, ganz im Stile des zu...
Der bisher den Frauen vorbehaltene nationale Wettbewerb findet 1994 erstmals auch für Männer...
Erste Miss aus dem Tessin ist die perfekt viersprachige Melanie Winiger. Ihr gelingt 2003 mit der...
Botschafterinnen für die Schweiz wollen sie sein, die Kandidatinnen zur Miss Schweiz im Jahr 2000....
Renzo Blumenthal, Biobauer aus dem bündnerischen Val Lumnezia, ist als Mister Schweiz 2005 auch ein...
Erster Mister Schweiz aus der Romandie
Miguel San Juan aus Freiburg wird als erster Romand Mister Schweiz 2005. Die Publikumsbeteiligung...
Kontext
«Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?». Bereits Mitte der 1920er Jahre wird der ersten helvetischen Schönheitskönigin eine Krone aufgesetzt. Willy Millowitsch, Jurymitglied der Miss Schweiz Wahlen 1968, antwortet auf die Frage nach dem Sinn einer solchen Wahl noch völlig unbefangen «es ist doch schön, wenn ein Land einmal seine Schönheiten präsentiert».
Etwas mehr als zehn Jahre später werden die Teilnehmerinnen in einer rüden Reportage als völlig «unemanzipiert» abgekanzelt. Sexistische Fleischschau für die Einen, spielerischer und fröhlicher Wettbewerb mit ernstzunehmendem Auftrag an die Gewinnerin für die Anderen, Schweizer Schönheitswettkämpfe verändern sich im Laufe der Jahre stark. Die regelmässige moralische Empörung nimmt ab, inzwischen hat man sich an die unterhaltende und professionelle Wahlsendung sowie an werbewirksame Selbstdarstellungen gewöhnt.
Der aktuelle Wettbewerb wird von der «Miss Schweiz Organisation AG» durchgeführt, die 17- bis 24-jährigen Kandidatinnen müssen Schweizerin, ledig (aber nicht geschieden) und kinderlos sein. Das Ereignis wird von den Medien gebührend begleitet, bereits lange vor der eigentlichen Kür werden die Kandidatinnen – und seit 1994 auch die Kandidaten – im Detail vorgestellt.
Während das Defilieren immer noch ähnlich abläuft wie eh und je, verliert die Jury ihre Bedeutung. Seit 2005 können die Fernsehzuschauerinnen und –zuschauer per Telefon von zu Hause aus die Schönsten mitwählen. Ob Sympathie, Intelligenz, Charakter oder Ausstrahlung, ob Figur- und Gesichtsproportionen den Ausschlag geben, eine Teilnahme kann helfen, den Traum von einer Karriere als Model oder Schauspielerin zu verwirklichen. Doch nicht alle reüssieren vor der Kamera. Heute ist der Titel beinahe ein «Beruf», die Sponsoren erwarten professionellen Einsatz der Gewinnerinnen und Gewinner während der einjährigen Amtszeit.
Neben den Mister und Miss Schweiz Wahlen gibt es eine steigende Zahl ähnlicher Veranstaltungen: «Miss Bodensee», «Miss Reproduktion», «Miss Big Belly», «Miss und Mister Jungfraujoch» erfreuen das Publikum, das gerne Vergleiche anstellt.




