Die Frau in der Arbeitswelt
In der Mütterschule lernen junge Frauen die besten Verfahren und Rezepte für Haushaltsarbeiten...
Der Beitrag zeigt, wie sich das Bild der Frau im Lauf der Zeit gewandelt hat. Bereits 1945 gab es...
Tessinerinnen bereiten sich auf die SAFFA vor
In den Bergdörfern des Tessins, wo die Industrialisierung noch nicht angekommen ist, bietet das...
Sollen Frauen für ihre Hausarbeit Lohn erhalten? Diese Frage polarisiert bei einer Strassenumfrage...
Frauen wehren sich dagegen, auf die Aufgabe der Mutter und Hausfrau reduziert zu werden. Immer mehr...
Die Emanzipation schreitet voran. Es gibt kaum mehr einen Beruf, der nicht auch von einer Frau...
Schulung und Bildung der Mädchen
Ein wichtiger Faktor für die anzustrebende Gleichberechtigung von Frauen und Männern sind gleiche...
Chancengleichheit: Frauen in Führungsfunktionen
Der Beitrag zeigt, dass die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt noch...
Maja Jaggi und ihr Mann teilen sich die Erwerbs- und Hausarbeit. Erst wenige Paare in der Schweiz...
Fabrikarbeit in der Textilindustrie im sozialen Wandel
Der Beitrag hält einen umfassenden historischen Rückblick auf die Fabrikarbeit in der...
Gleichstellung von Frau und Mann
Eine Studie der Universität Tessin zeigt, dass die Anzahl erwerbstätiger Frauen im Tessin kleiner...
Fifty-Fifty – Frauen arbeiten zu viel: Forderungen
Die Frauen haben nach wie vor einen geringen Anteil an der Erwerbsarbeit, leisten aber praktisch...
Frauen ergreifen vermehrt typische Männerberufe, obwohl sie dort noch stark in der Minderheit sind....
Die Zukunft der Schweizer Frauen
Was mit der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) 1928 und 1958 begonnen hat, soll...
Umfrage unter Detailhandelsschülern über Emanzipation
«Schweiz Aktuell» besucht zum Anlass des Todes von Emilie Lieberherr, einer bekannten...
Frauenstreiktag: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Studien belegen, dass Frauen trotz der Frauenstreiks in den letzten Jahren und trotz der...
Kontext
Das Verhältnis der Frau zur Arbeit veränderte sich über die Jahrzehnte stark. In der vorindustriellen Zeit trug die Frau in der Landwirtschaft oder mittels Heimarbeit einen wesentlichen Teil zum Familieneinkommen bei.
Mit der sich im 19. Jahrhundert vollziehenden Industrialisierung änderte sich die Familienstruktur dahingehend, dass die Fabrikarbeit die Hausarbeit von der Erwerbsarbeit trennte. Sowohl Frauen als auch Männer und Kinder mussten einer ausserhäuslichen Arbeit nachgehen. Die Hausarbeit galt weitgehend als Sache der Frau.
Im Zuge der schnell voranschreitenden Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine neue Gesellschaftsschicht: das Bürgertum. Wohlhabende Fabrikbesitzer, leitende Angestellte und freiberuflich Tätige (z.B. Juristen, Ärzte) konnten es sich leisten, die Frauen zuhause zu lassen. Diesen Frauen war die Rolle als Mutter, Hausfrau und Gattin zugedacht. Dieses bürgerliche Familienideal wurde zum allgemeinen Gesellschaftsideal.
Während der beiden Weltkriege Anfang des 20. Jahrhunderts übernahmen dann viele Frauen, deren Männer als Soldaten eingezogen wurden, vormals typische Männerarbeiten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 1950er Jahren setzte sich das traditionelle Familienmodell erneut durch. Es gab jedoch schon damals Frauen, die diesem Familienideal nicht entsprachen und Wege fanden, sich im Berufsleben oder in der Wissenschaft zu engagieren.
Mit der Zunahme der erwerbstätigen Frauen einerseits und der Einführung des Frauenstimmrechts anderseits wurde auch die Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung stärker. Insbesondere in den 1980er Jahren organisierten sich zahlreiche Frauenverbände und Interessengruppen, um für die gesellschaftlichen Rechte der Frauen zu kämpfen.
Sie forderten:
- gleichen Lohn für gleiche Arbeit
- bessere Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen im Beruf
- Krippenplätze für Kinder
- Chancengleichheit für Mädchen in der Ausbildung
- Bezahlung der Haus- und Erziehungsarbeit
Nachdruck verliehen die Frauen ihren Forderungen am ersten nationalen Frauenstreiktag am 14. Juni 1991.
Heute sind Frauen in allen Bereichen des Erwerbslebens rechtlich gleichberechtigt. Mädchen wie Jungen ergreifen Berufe in Industrie, Handel oder im Gesundheitswesen, schliessen ein Studium ab und streben eine berufliche Karriere an.
Den Familien stehen verschiedene Modelle zur Auswahl, wie Beruf und Familie für Frauen und Männer in ein ausgeglichenes Verhältnis gebracht werden können.
Trotz des Gleichstellungsgesetzes, das seit dem 1. Juli 1996 in Kraft ist, bleibt die tatsächliche Gleichstellung jedoch ein Ziel. Frauen erhalten heute im Beruf noch nicht den gleichen Lohn und dieselben Chancen wie Männer.




